Bienen auf Wabe
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Honig

Über Treue und Vorlieben

Biene auf Kornblume
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Bienen sind beim Pollensammeln sehr treu und besuchen während ihrer Ausflüge immer nur Blüten einer Pflanzenart. Erst wenn fast alle Blüten dieser Pflanzenart verblüht sind, suchen sie sich eine neue Herausforderung und damit auch eine neue sogenannte Trachtpflanze. Auf diese Weise entstehen auch die verschiedenen Honigsorten wie zum Beispiel Rapsblüten- oder Lindenblütenhonig.

Wald oder Wiese?

Honig
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Vielleicht habt ihr das im Supermarkt auch schon einmal bemerkt. Generell wird zwischen Blüten- und Waldhonig unterschieden. Blütenhonig besteht überwiegend aus dem Nektar von Blüten, während Waldhonig aus Honigtau besteht: Einer zuckerhaltigen Substanz, die von Pflanzenläusen ausgeschieden wird, welche sich von Pflanzensäften verschiedener Laub- und Nadelbäume, wie Eichen, Fichten und Tannen ernähren. Waldhonig schmeckt kräftiger und würziger als Blütenhonig und hat eine etwas festere Konsistenz, bleibt jedoch länger flüssig als Blütenhonig.

Raps

Wieso wird Honig eigentlich fest, wenn er längere Zeit aufbewahrt wird?

Honig besteht natürlicherweise aus bis zu 85 Prozent Zucker. Nur 15 bis 20 Prozent entfallen auf Wasser und weitere Inhaltsstoffe wie Enzyme und Mineralstoffe.

Glucose und Fructose sind die hauptsächlich im Honig vorkommenden Zucker. Glucose bildet Kristalle aus, Fructose kristallisiert im Honig hingegen nicht aus, sondern bleibt immer flüssig. So kommt es, dass Rapshonig, welcher mehr Glucose enthält als andere Blütenhonige, verhältnismäßig schnell fest wird. Waldhonig, oder auch Edelkastanienhonig enthält hingegen viel mehr Fructose und bleibt flüssiger.

Kleiner Tipp am Rande: Wenn der Honig zu fest ist, solltest du das Glas in ein Wasserbad stellen, langsam auf ungefähr 40 °C erhitzen und ihn dabei vorsichtig umrühren. Aber bitte nicht heißer. Bei zu hohen Temperaturen werden wertvolle Inhaltsstoffe wie Enzyme zerstört.

Imker kommen nicht hinterher

Bienen in Bienenstock
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Jeder Deutsche isst jedes Jahr 1,1 Kilogramm Honig. Das ist viel mehr als die Imker hierzulande herstellen können. Etwa drei Viertel des Honigs werden daher aus dem Ausland, vor allem aus Südamerika und Osteuropa, nach Deutschland importiert. Dort gelten viele strenge Anforderungen, welche die heimische Produktion berücksichtigen muss, leider nicht. Etwa das Verbot von der Untermischung von vergleichsweise günstigem Zuckersirup. Also hier noch etwas Werbung in eigener Sache: Am besten kaufst du den Honig beim Imker in deiner Nähe. Dann kannst du dir nicht nur der hohen Qualität sicher sein, sondern hast auch den vielen heimischen Imkern, die ihren Job meist als Hobby betreiben, einen großen Gefallen getan.